Past Posts II

Das stetige Selbstexperiment – eine Bildergeschichte

veröffentlicht am 17. November 2012

Eines jeden kleinen Körpers Augenblick wird kommen da er sich und seiner Handlung Konsequenz mit gerunzelter Stirn gegenübertritt und sich selbst beschaute.

Teil I                                                                                                                                                                            

Es ist der erste Schritt vors Gericht in derer Form, die selten Gnade walten lässt. Einsam empfängt ein kahler Stuhl die in Angst gebadete Unbehaglichkeit. Das Licht zeigt, so tief es nun einmal steht, derer unergiebig lange Schatten. Hier vermögen Menschen ihre ausgesprochen bewusste, kampferprobte Stunde in der Auseinandersetzung mit sich selbst zu verbringen.

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Teil II  (ca. um 2011)

Der schmale Grat, abgespaltenes Glied des großen Labyrinths, der jenseits von diesseits (möglicherweise) via einer Entscheidung trennt, verliert sich im zaghaften Nebel.

Adern, die mit Zuversicht befüllt, umschlossen von hoffnungsstarker Haut, klären die Blicke auf das Sich-Bewahrheitende, das Echte, Greifbare oder Ungreifbare.

Jeder erhobene Schritt sieht der Bewährung ins Auge. Die Sehnsucht nach der Weisheit, meinen Weg als solchen zu erkennen, zerrt an mir. Muskeln kontraktieren, sowie der Fuß über der Erde in der Luft schwebt, zitternd auf der Suche nach Boden beschreibe ich mein Ziel mit einer Geste.

Doch zuvor stellte sich die Frage in Frage.

Man möchte meinen, ich wettete mit mir selbst. Belächle mich und mein Vorhaben in bestimmter Situation, bedinge mein Emotio und Ratio.

Lasse  Revue  passieren, aber erst dann, wenn der Fuß schon den Boden wiederfand und steht. Ich rufe die Geschehnisse in Erinnerung (wieso eigentlich rufen?) und stelle mich dem Gericht.

So erlebe ich mich, fühle, rieche, schmecke in der Ganzheitlichkeit meiner Selbst, die ich so ersehne, Tag für Tag. Und mir so sehr für die anderen kleinen Körper wünsche.